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Deine Abschlussarbeit,
Woche für Woche.

Jede:r kann eine gute wissenschaftliche Arbeit schreiben. Hier sind die Tipps und Videos dazu – sortiert nach den 24 Wochen von der Einarbeitung bis zur Abgabe.

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Der Fahrplan

Jede Woche hat ein Ziel. Klappe einen Tipp auf, um Details und das Video zu sehen.

Woche 1 von 24, Einarbeitung

Orientieren und ankommen

Am Ende der Woche: Der Grundstein für deine Arbeit ist gelegt.

Aufgeregt vor der großen Arbeit? Diese Woche geht es um wissenschaftliches Arbeiten im Allgemeinen und um die Zusammenarbeit mit deiner Betreuerin oder deinem Betreuer. Danach wirkt alles viel weniger komplex – versprochen!

Eine wissenschaftliche Arbeit schreiben ist wie ein Haus bauenKein Hexenwerk – sondern ein Bauplan, den du lernen kannst.mit Video

Rohbau inspizieren, Aufgabe finden, Werkzeug besorgen, durchführen, dokumentieren und mit Fazit und Ausblick abschließen – fertig ist dein wissenschaftliches Haus.

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Auch dein:e Betreuer:in hat ein Ziel für deine ArbeitFinde früh heraus, was von dir erwartet wird.mit Video

Geht es um eine reine Studienleistung, um einen Beitrag zu einem Projekt oder sogar zu einer Promotion? Wer das Motiv kennt, trifft bessere Entscheidungen.

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Bereite die Treffen mit deinem/r Betreuer:in gut vorDu bestimmst, wie oft ihr euch trefft und was dabei herauskommt.mit Video

Mach dir Notizen und überlege im Nachgang, welche Ratschläge du umsetzt. Eine kurze Präsentation hilft, nichts zu vergessen – sie muss nicht hübsch sein:

  1. Erledigt: Das habe ich gemacht.
  2. Probleme: Hier hakt es.
  3. Erkenntnisse: Das habe ich gelernt.
  4. Nächste Schritte: Das kommt als Nächstes.
  5. Fragen: Das ist noch offen.

Wichtig: Du bist der Chef deiner Arbeit. Sprudelt dein:e Betreuer:in vor Ideen, prüfe erst: Ist das realistisch? Wie viel Aufwand? Welche Hindernisse? Sprich vor der Umsetzung noch einmal darüber.

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Kenne die Bewertungskriterien von Anfang anDeine Note setzt sich aus vielen Einzelteilen zusammen.mit Video

Typische Kriterien: Formatierung und Layout, Inhalt, Sprache, Erfüllung der Aufgabenstellung und Arbeitsweise. Frag nach, wie sie bei dir gewichtet werden.

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Absolutes No-Go: PlagiateWer plagiiert, fällt durch – auch aus Unwissenheit.mit Video

Übernimmst du fremde Inhalte oder Gedankengänge, kennzeichnest du sie eindeutig. Immer, ohne Ausnahme.

Das gilt auch für KI. Hast du Texte, Code, Abbildungen oder Ideen mit Tools wie ChatGPT oder Claude erstellt oder überarbeitet, musst du das angeben. Wer KI-Texte als eigene Leistung ausgibt, riskiert eine Täuschung – mit denselben Folgen wie bei einem Plagiat. Wie genau du die Nutzung kennzeichnest (z. B. in einer Tabelle im Anhang oder in der Eigenständigkeitserklärung), regeln deine Prüfungsordnung und dein:e Betreuer:in. Kläre das am besten gleich zu Beginn.

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Woche 2 von 24, Einarbeitung

Richtig starten und produktiv arbeiten

Am Ende der Woche: Mit diesen Methoden und Tools ist produktives Arbeiten ganz einfach.

Wie fängst du am besten an – und wie nutzt du auch mal 20 Minuten zwischendurch? Nach dieser Woche zählt „Das lohnt sich jetzt eh nicht mehr“ nicht mehr als Ausrede.

Auch in 20 Minuten lässt sich einiges schaffenMit der Pomodoro-Technik arbeitest du in kurzen, konzentrierten Blöcken.mit Video

Handy weg, Timer an, ein Teilziel pro Block. So näherst du dich Stück für Stück deinem großen Ziel.

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Papierkorb-Aufgaben gar nicht erst anfangenPriorisiere – und verschaffe dir wertvolle Zeit.mit Video

Die Eisenhower-Matrix sortiert Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Wenn du dann noch feste Termine mit dir selbst vereinbarst, läuft die Arbeit fast von allein.

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Früh ausprobieren und parallel recherchierenParalleles Arbeiten ist der Schlüssel.mit Video

Recherchiere, baue Prototypen und schreibe von Anfang an parallel. So merkst du früh, was funktioniert.

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Jeder hat seinen eigenen ArbeitsstilFinde heraus, welcher Schreibtyp du bist.mit Video

Strukturschaffende schreiben erst einmal drauflos, Strukturfolgende beginnen mit einer Gliederung. Beides ist gut – wenn du es weißt, kannst du es nutzen. Schreibtypentest herunterladen

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Literatur kann man bändigenEin Literaturverwaltungsprogramm spart dir später Tage.mit Video

Organisieren, kommentieren und zitieren auf Knopfdruck. Fang direkt mit der ersten Quelle an – nachträglich einpflegen ist mühsam.

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Literaturverwaltung: Zotero, Citavi oder MendeleyAlle drei können Word, Browser-Import und Zitierstile.mit Video

Meine Empfehlung heute: Zotero – kostenlos, quelloffen, läuft auf Windows, Mac und Linux und funktioniert auch mit LaTeX. Viele Unis haben außerdem eine Lizenz für Citavi. Das Video zeigt Mendeley; die Prinzipien sind bei allen Programmen gleich.

  • Zotero neuKostenlos und quelloffen, mit Browser-Plugin und Word-/LibreOffice-Anbindung.
  • CitaviOft über die Uni-Lizenz kostenlos – frag in deiner Bibliothek nach.
  • Mendeley Reference ManagerKostenlos, mit Word-Plugin und Web-Importer.
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KI-Tools sinnvoll einsetzenneuKI hilft beim Denken und Formulieren – sie ist keine Quelle.
  • Vorher klären: Prüfungsordnung und Betreuer:in entscheiden, was erlaubt ist und wie du die Nutzung kennzeichnest.
  • Gut geeignet: Brainstorming, Begriffe erklären lassen, Code debuggen, Feedback auf deinen eigenen Text.
  • Immer prüfen: Chatbots erfinden manchmal Quellen. Jedes Paper, das du zitierst, hast du selbst gefunden und gelesen.
  • Dokumentieren: Notiere dir, welches Tool du wofür genutzt hast – dann ist die Erklärung bei der Abgabe schnell geschrieben.

Tools, die das Leben leichter machen

Organisieren

  • MiroOnline-Whiteboard mit Mindmap-Funktion, kostenlos nutzbar.
  • XMindMindmapping-Software, Basisversion kostenlos.
  • MeisterTaskEinfaches Aufgabenmanagement für deine ganze Arbeit.

Literatur finden und lesen

  • Unpaywall neuBrowser-Erweiterung, die frei zugängliche Versionen von Papern findet. Ersetzt den eingestellten Open Access Button.
  • Google Scholar ButtonSchnelle Suche nach Artikeln direkt aus dem Browser.
  • ResearchGateWissenschaftsnetzwerk – hier kannst du Autor:innen um eine Kopie bitten.
  • ResearchRabbit„Spotify für Paper“: schlägt passende Literatur vor.
  • Connected Papers neuZeigt verwandte Arbeiten als Graph – ideal für den Einstieg.

Schreiben und Gestalten

  • LanguageTool neuRechtschreib- und Grammatikprüfung für Deutsch und Englisch.
  • DeepL Write neuHilft bei klareren Formulierungen auf Deutsch und Englisch.
  • GrammarlyKorrekturhilfe für englische Texte.
  • Overleaf neuLaTeX im Browser – frag nach der Vorlage deines Lehrstuhls.
  • Efficient ElementsPowerPoint-Add-in für saubere Schaubilder, für Studierende kostenlos.

Woche 3 von 24, Einarbeitung

Und los geht die Recherche

Am Ende der Woche: Die ersten Quellen sind gefunden und die richtigen Keywords entdeckt.

Jetzt startest du mit den ersten Recherchen. Wichtig: ergebnisoffen anfangen und dich überraschen lassen. Wenn du nicht weiterkommst, helfen dir die Expert:innen deiner Bibliothek kostenlos – zum Beispiel die SLUB Dresden.

Leg dich nicht zu früh auf eine Lösung festVermeide „Reverse Engineering“.mit Video

Ein häufiger Fehler: Man hat von Anfang an eine Lösung im Kopf und sucht sich hinterher passende Literatur. Bleib offen für das, was die Recherche ergibt.

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Wikipedia ist keine Quelle, aber ein guter StartZuerst brauchst du die passenden Keywords.mit Video

Mit Wikipedia verschaffst du dir einen Überblick und findest erste Quellen. Mit den Suchmaschinen unten näherst du dich dann deinem Thema.

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KI-Assistenten für die erste OrientierungneuClaude, ChatGPT und Co. helfen beim Einstieg – ersetzen aber keine echte Recherche.

Für die ersten, explorativen Recherchen sind KI-Assistenten mit Websuche wie Claude, ChatGPT oder Perplexity eine gute Hilfe: Begriffe erklären lassen, englische Fachbegriffe und Synonyme sammeln, einen Überblick über Teilgebiete bekommen oder Vorschläge für Review-Paper erhalten.

Gut geeignet

Keywords und Synonyme finden, ein Thema grob strukturieren, Paper-Abstracts verständlich zusammenfassen, Suchstrings vorformulieren.

Limitierungen

Quellen können erfunden oder falsch zugeordnet sein. Viele Fachdatenbanken und Paywall-Paper sind nicht erreichbar. Ergebnisse sind nicht reproduzierbar und oft unvollständig.

  • Jede Quelle selbst prüfen: Existiert das Paper wirklich, steht darin, was behauptet wird? Zitiert wird nur, was du selbst gelesen hast.
  • Nicht für die systematische Recherche: Die machst du ab Woche 4 dokumentiert in Fachdatenbanken wie Scopus.
  • Regeln beachten: Was erlaubt ist und wie du KI-Nutzung angibst, regeln Prüfungsordnung und Betreuer:in.
  • Keine vertraulichen Daten wie unveröffentlichte Ergebnisse oder Firmendaten in öffentliche Tools hochladen.
Nutze die Arbeit und das Wissen andererSuche gezielt nach Review- und State-of-the-Art-Papern.mit Video

Sie fassen ein Themengebiet aktuell zusammen und sparen dir viel Arbeit. Prüfe außerdem, was es an deinem Lehrstuhl schon gibt – das hilft besonders in der Einleitung. Frag dein:e Betreuer:in oder schau in deren Google-Scholar-Profil.

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In der Suche geht es vor und zurückSchau, wen ein Paper zitiert – und wer es später zitiert hat.mit Video

Rückwärts: das Literaturverzeichnis auswerten. Vorwärts: in Google Scholar auf „Zitiert von“ klicken. Häufig zitierte Arbeiten sind oft besonders relevant.

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Nicht jede Quelle ist gern gesehenDeine Literatur muss zitierfähig und zitierwürdig sein.mit Video

Zitierfähig heißt veröffentlicht und für andere überprüfbar. Zitierwürdig heißt wissenschaftlich fundiert, seriös und objektiv. Vorlesungen, Abschlussarbeiten und Lehrbücher sind keine wissenschaftlichen Quellen, helfen aber bei der Orientierung.

Gerne

Fachbücher, Paper in Fachzeitschriften, Konferenzbeiträge, Dissertationen, Normen

Wenn es sein muss

Websites (als PDF sichern), Interviews, interne Dokumente, Sachbücher, Preprints (prüfen, ob es eine begutachtete Fassung gibt)

Lieber nicht

Vorlesungen, Studienarbeiten, Lehrbücher, Lexika, Zeitungen, KI-Chatbots

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Suchmaschinen und Wege zur Literatur

Suchen

  • Google ScholarDer Klassiker – breit, aber ohne echte Suchoperatoren.
  • BASESuchmaschine für wissenschaftliche Dokumente, gezielter als Scholar.
  • Semantic Scholar neuKI-gestützte Suche mit Kurzfassungen und Zitationsgraph.
  • ResearchRabbit„Spotify für Paper“: schlägt ausgehend von deinen ersten Funden passende Literatur vor.
  • Connected Papers neuZeigt verwandte Arbeiten als Graph – ideal, um von einem guten Paper aus weiterzusuchen.
  • Elicit neuKI-Rechercheassistent, der Antworten aus Papern zusammenträgt und die Quellen verlinkt.
  • KVKKarlsruher Virtueller Katalog: sucht in Bibliotheken weltweit.
  • FID moveFachportal für Mobilitäts- und Verkehrsforschung.
  • Hugging Face Papers neuAktuelle ML/KI-Paper, oft mit Code und Modellen. Nachfolger von Papers with Code, das 2025 eingestellt wurde.

Kein Zugriff? Diese Wege sind legal

  • Deine BibliothekFernleihe, Scan-Service und Lizenzen deiner Uni – oft auch per VPN von zu Hause.
  • UnpaywallFindet frei zugängliche Fassungen auf Knopfdruck.
  • ResearchGateAutor:innen freundlich um eine Kopie bitten – die meisten freuen sich.
  • Google ScholarUnter „Alle Versionen“ steckt oft ein freies PDF.

Woche 4 von 24, Einarbeitung

Systematisch geht’s weiter

Am Ende der Woche: Die Grundlagen der systematischen Literaturrecherche stehen.

Du kennst jetzt die wichtigen Keywords. Nun überlegst du genau, wonach, wo und wie du suchst.

Das Rad ist schon erfundenNutze, was existiert, und baue darauf auf.mit Video

Du musst nicht bei null anfangen – mach dir das bewusst, bevor du systematisch suchst.

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Ohne englische Quellen geht es nichtSuche international.mit Video

Nur deutschsprachige Quellen reichen heute fast nie aus.

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Wie haben andere das Problem gelöst?Zum Stand der Technik gehört auch das Vorgehen anderer.mit Video

Es geht nicht nur darum, wie eine Technik funktioniert, sondern auch darum, welche Vorarbeiten und vergleichbaren Arbeiten es schon gibt.

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Systematisch heißt nachvollziehbarZeig, dass du dein Themengebiet überblickst.mit Video

Dokumentiere, wann, wo und wie du gesucht hast. Dann kann dir niemand mehr etwas vormachen.

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Die richtigen Keywords und Synonyme entscheidenSammle Fachbegriffe in allen relevanten Sprachen.mit Video

Meist sind das Deutsch und Englisch. Die Search-Check-Improve-Vorlage hilft dir, die Suche zu planen und den perfekten Suchstring zu finden.

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Teile deine Suche in Blöcke aufBrich die Suche auf einzelne Begriffe herunter.mit Video

Klingt einfach, ist aber manchmal knifflig. Auch dafür ist die Search-Check-Improve-Vorlage gedacht.

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Woche 5 von 24, Bearbeitung

Systematisch zum Ziel

Am Ende der Woche: Die systematische Literaturrecherche ist fertig.

Du suchst jetzt systematisch in Fachdatenbanken und filterst die Ergebnisse Schritt für Schritt.

AND, OR und Klammern richtig gesetzt?Dein Suchstring entscheidet über den Erfolg der Suche.mit Video

Mit Scopus kommst du schnell zu guten Ergebnissen – wenn der Suchstring weder zu viele noch zu wenige Treffer liefert. Sprich den finalen Suchstring mit deinem/r Betreuer:in ab.

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Schritt für Schritt zu wenigen, guten TreffernErst Titel, dann Abstract, dann Volltext.mit Video

Exportiere die Treffer als Excel- oder CSV-Datei und sortiere aus. Das ganze Paper liest du erst ganz am Schluss. Dokumentiere dein Vorgehen und gib es mit ab. Excel-Vorlage zur Recherche · Für die Darstellung in der Arbeit: das PRISMA-2020-Flussdiagramm.

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IEEE Xplore – jeder spricht es anders ausIm MINT-Bereich gehört IEEE Xplore neben Scopus dazu.mit Video

Die Bedienung ist ähnlich wie bei Scopus, mit kleinen Unterschieden.

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Excel ist auch bei der Paper-Analyse dein FreundBehalte den Überblick über alles, was du gelesen hast.mit Video

Mit der Excel-Vorlage zur Analyse hältst du fest, was in welchem Paper steht. Passe sie gern an deine Bedürfnisse an.

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Datenbanken und Anleitungen

Datenbanken

  • DBISDatenbank-Infosystem: alle Fachdatenbanken, die deine Uni lizenziert hat. Wähle dort deine Bibliothek aus.
  • ScopusEin Muss – bequeme Recherche über alle Fachgebiete. Zugang über das Uni-Netz.
  • IEEE XploreUnverzichtbar für Technik und Informatik.
  • Espacenet neuKostenlose Patentrecherche. An der TU Dresden hilft dir außerdem das Patentinformationszentrum.

Anleitungen und Beispiele

Woche 6 von 24, Bearbeitung

Gliederung und erste Schreibtipps

Am Ende der Woche: Die Basics für eine gute Gliederung und guten Text stehen.

Diese Woche geht es um die Gliederung, um gute Vorbilder und um typische Schreibfehler. Richtig hilfreiche Unterstützung bekommst du auch im Schreibzentrum deiner Uni – zum Beispiel im Schreibzentrum der TU Dresden.

Jedes Kapitel muss für sich allein stehen könnenJede Arbeit hat einen ähnlichen Aufbau – nutze die Haus-Metapher.mit Video

Jedes Kapitel bekommt eine Einleitung und eine kurze Zusammenfassung, denn kaum jemand liest die ganze Arbeit am Stück. Tipp: Notiere Gedanken, Literatur und Stichpunkte direkt unter den Gliederungspunkten – und arbeite von Anfang an mit der Formatvorlage deines Lehrstuhls.

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Spicken ist ausdrücklich erlaubtSchau dir exzellente Arbeiten an und lerne davon.mit Video
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Kurz und prägnant ist schwerer als langStreiche „man“ und Umgangssprache.mit Video

Schreibe aktiv und präzise. Statt „Man kann sehen, dass die Ergebnisse besser sind“: Um wie viel Prozent sind sie besser – und warum? Dein Text sollte:

Inhaltsorientiert sein
  • alle nötigen Erklärungen enthalten
  • fokussiert sein, mit rotem Faden
  • logisch aufgebaut sein
  • präzise und eindeutig sein
  • nicht unnötig lang sein
Leserorientiert sein
  • beim Wissensstand der Leser:innen ansetzen
  • kurze, aktive Sätze nutzen
  • Sätze miteinander verbinden
  • Formeln in den Text einbetten und erklären
  • unter jeder Überschrift Text haben
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Übersichten und Diagramme sind PflichtTabellen, Diagramme und Schaubilder erklären mehr als Text.mit Video

Davon kannst du kaum genug haben. Erwähne jede Abbildung und Tabelle mindestens einmal im Text, z. B. „siehe Tabelle 3“.

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Eigenen Code zeigst du als Logik, nicht als CodeDer Code kommt in den Anhang oder ins Repository – in der Arbeit erklärst du die Idee.
  • ProgrammablaufplanStellt den Ablauf deines Algorithmus nach festem Schema dar.
  • Klassendiagramm (UML)Zeigt Klassen und ihre Beziehungen – vor allem bei objektorientierter Programmierung.
  • PseudocodeKein echter Code, sondern eine verständliche Beschreibung des Algorithmus.
  • draw.io neuKostenloses Tool für Ablaufpläne und UML-Diagramme.
  • Mermaid neuDiagramme aus Text erzeugen – praktisch mit LaTeX und Markdown.
Auch was nicht funktioniert, ist eine ErkenntnisDokumentiere Irrwege – dann muss sie niemand wiederholen.mit Video

In der Wissenschaft klappt nicht alles. Das Wissen über falsche Wege ist trotzdem wertvoll.

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Katzenbilder haben in deiner Arbeit nichts verlorenNutze Beispiele aus deinem eigenen Anwendungsfall.mit Video

Schreibst du über Computer Vision im Straßenverkehr, erklärst du das Prinzip an Verkehrsszenen – nicht an Katzen. So zeigst du, dass du die Logik wirklich verstanden hast.

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Woche 7 von 24, Bearbeitung

Zitieren – unbeliebt, aber super wichtig

Am Ende der Woche: Zitieren ist kein Albtraum mehr.

Korrektes Zitieren ist die häufigste Fehlerquelle – und zugleich zeigt es, was von dir stammt und was du übernommen hast. Eine ausführliche Anleitung bietet der Zitierleitfaden der SLUB Dresden. Viele Videos dieser Woche stammen aus dem SLUBcast.

Jede Aussage braucht ihren UrsprungDu kannst nicht zu viel zitieren.mit Video

Fremdes Wissen kennzeichnest du, Behauptungen belegst du mit Quellen oder eigener Forschung. Drei typische Fälle:

„Das stand auf mehreren Websites“

Trotzdem zitieren – und zwar wissenschaftliche Literatur. Websites und Videos reichen als Quelle nicht.

„Das hat der Professor gesagt“

Ein Wert wie „TTC ab 0,6 s kritisch“ ist kein Allgemeinwissen. Suche ein Paper, das ihn belegt.

„Satz des Pythagoras“

Schulwissen ist Allgemeinwissen – hier brauchst du keine Quelle.

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Plagiat = nicht bestanden = viel ÄrgerPlagiate sind kein Kavaliersdelikt.mit Video

Auch Plagiate aus Unwissenheit, Schlamperei oder Zeitdruck werden nicht geduldet. Eine Plagiatsprüfung dauert dank Software nur wenige Minuten.

KI-Nutzung kennzeichnen: Nicht angegebene KI-generierte Texte zählen an den meisten Hochschulen als Täuschungsversuch. Notiere dir während der Arbeit, welches Tool du wofür genutzt hast – dann ist die Angabe bei der Abgabe schnell gemacht. Und: Eine KI ist keine Quelle. Was sie dir sagt, belegst du mit der Literatur, aus der das Wissen tatsächlich stammt.

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Zitiere nur, was du gelesen hastNutze Primärliteratur und lies sie selbst.mit Video
  • Mehrfach zitieren ist okay, wenn es keine bessere Quelle gibt.
  • Wechsle die Form ab: „Meier (2020) fanden heraus … Weiterhin betonen sie …“ – so bleibt klar, woher das Wissen stammt.
  • Nutze Primärquellen. Wie bei der stillen Post schleichen sich sonst Fehler ein.
  • Lies deine Quellen. Dein:e Betreuer:in merkt, ob du es getan hast.
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Direkt oder indirekt?Wörtliche Zitate sparsam und kurz einsetzen.mit Video

Beispiel – Meier (2020) schreibt: „Durch automatisiertes Fahren wird es weniger Verkehrstote in Zukunft geben. Außerdem wird der Komfort steigen und die Emissionen werden sinken.“

Falsch

Durch automatisiertes Fahren wird der Verkehr sicherer. Zudem steigt der Komfort, während die Emissionen sinken (vgl. Meier 2020).

Unklar, ob der erste Satz und beide Aussagen des zweiten von Meier stammen.

Falsch

Durch automatisiertes Fahren wird es weniger Verkehrstote in Zukunft geben (vgl. Meier 2020). …

Wörtlich übernommen – das muss ein direktes Zitat mit Anführungszeichen und Seitenzahl sein.

Richtig

„Durch automatisiertes Fahren wird es weniger Verkehrstote in Zukunft geben“ (Meier 2020, S. 1). Zudem ist laut Meier (2020) anzunehmen, dass der Komfort steigt und die Emissionen sinken.

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Wer, was, wo und wann?Mit den vier W zur vollständigen Quellenangabe.mit Video

Wer = Autor:in · Was = Titel · Wo = Verlag, Ort, Seite, URL oder DOI · Wann = Jahr bzw. Abrufdatum – plus Auflage.

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Auch beim Zitieren gibt es StilfragenNutze einen einheitlichen Zitierstil.mit Video

Verbreitet sind z. B. Harvard, IEEE oder APA. Welcher Stil gilt, sprichst du mit deinem/r Betreuer:in ab – deine Literaturverwaltung setzt ihn dann automatisch um.

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Websites als PDF speichern und mit abgebenInternetquellen ohne DOI immer mit Abrufdatum sichern.mit Video

Nutze so wenige Websites wie nötig – sie können sich jederzeit ändern oder verschwinden. Paper und Quellen mit DOI sind davon ausgenommen.

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Woche 8 von 24, Bearbeitung

Logisch argumentieren

Am Ende der Woche: Deine Argumentation ist lückenlos.

Manchmal schreibt man vor sich hin und merkt gar nicht, dass ein Argument nicht trägt. Diese Woche lernst du, sauber zu argumentieren.

Schreib alle Gedankengänge auf und lass keine LückenEin gutes Argument ist eindeutig, logisch gültig und schlüssig.mit Video
  1. Eindeutig: Kein Missverständnis möglich.
  2. Logisch gültig: Wer den Aussagen (Prämissen) zustimmt, kann die Schlussfolgerung nicht ablehnen.
  3. Schlüssig: Die Aussagen stimmen mit der Wirklichkeit überein.
Ungültige Logik

Alle Mäuse haben Fell. Alle Tiger haben Fell. Also sind alle Tiger Mäuse.

Beide Aussagen stimmen, aber die Schlussfolgerung folgt nicht daraus.

Falsche Aussage

Elefanten haben Stoßzähne. Alle Tiere mit Stoßzähnen leben in Afrika. Also lebt jeder Elefant in Afrika.

Logisch gültig, aber die zweite Aussage ist falsch – nicht schlüssig.

Korrekt

Wenn Wind weht oder Strömung herrscht, fährt ein Segelboot ohne Motor von selbst. Das Boot fährt gerade von selbst. Also weht Wind oder es gibt Strömung.

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Gute Argumente folgen einfachen MusternDrei Muster tragen fast jede Argumentation.
Muster 1

Es gilt A. Wenn A gilt, gilt B. Also gilt B.

Menschen sind Säugetiere → Säugetiere haben eine Wirbelsäule → Menschen haben eine Wirbelsäule.

Muster 2

Wenn A, dann B. B liegt nicht vor. Also liegt A nicht vor.

Säugetiere haben eine Wirbelsäule → ein Regenwurm hat keine → er ist kein Säugetier.

Muster 3

X ist E. Alles, was E ist, ist F. Also ist X F.

Nutella enthält viel Zucker → viel Zucker ist ungesund → Nutella ist ungesund.

Schneide dein Argument in kleine ScheibenLieber fünf kleine Schritte als ein großer Sprung.
Zu großer Sprung

Heute gibt es viele Unfälle. Mit automatisiertem Fahren fährt niemand mehr selbst. Also wird der Verkehr sicherer.

Lückenlos

Heute gibt es viele Unfälle. Die meisten gehen auf menschliche Fehler zurück, vor allem auf Übersehen. Automatisierte Fahrzeuge erfassen mit vielen Sensoren einen größeren Bereich und übersehen seltener. Also ist zu erwarten, dass Unfälle durch Übersehen abnehmen – ob neue Unfallarten entstehen, ist noch offen.

Signalwörter zeigen deinen Leser:innen, dass ein Argument folgt: somit, also, folglich, aufgrund, wegen, weil, da, wenn, sofern, falls.

Woche 10 von 24, Bearbeitung

Methodik und Diskussion

Am Ende der Woche: Typische Stolpersteine in Methodik und Ergebnisdiskussion sind erkannt.

Ungefähr die Hälfte der Bearbeitungszeit ist um. Zeit für einen Blick auf Methodik und Ergebnisdiskussion.

Warum? Warum? Warum? Warum? Warum?Frag dich ständig, warum deine Ergebnisse so sind, wie sie sind.mit Video

Ein Modell bauen kann jede:r – Code kopieren, fertig. Es richtig interpretieren können nur die, die sich intensiv damit beschäftigt haben. Zeig, dass du die Zusammenhänge verstehst.

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Daten müssen immer visualisiert werdenNur wer seine Daten versteht, gewinnt Erkenntnisse daraus.mit Video

Im Video lernst du Histogramm, CDF und Boxplot kennen. Weitere Darstellungsarten findest du unter dem Stichwort „Data Visualization“.

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Nicht jedes Diagramm, das sich erstellen lässt, ist sinnvollPrüfe, ob das Diagramm sagt, was du sagen willst.mit Video

Schnell sind Punkte mit Linien verbunden, die gar nicht zusammengehören.

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Der Stand der Technik will auch dazugehörenVerknüpfe den Stand der Technik mit deinen Ergebnissen.mit Video

Erkläre, wie deine Werkzeuge funktionieren, und ordne deine Ergebnisse gegenüber bestehenden Arbeiten ein.

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Der Höhepunkt ist die ErgebnisdiskussionHier entstehen die eigentlichen Erkenntnisse – plane genug Zeit ein.mit Video

Was lief gut, was schlecht – und warum? Was lässt sich künftig besser machen? Leite konkrete Handlungsempfehlungen ab.

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Reminder: Jedes Kapitel hat Einleitung und ZusammenfassungJedes Kapitel muss allein verständlich sein.mit Video

Leser:innen sollen ein Kapitel verstehen, ohne die ganze Arbeit gelesen zu haben.

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Woche 12 von 24, Bearbeitung

Schreibblockaden meistern

Am Ende der Woche: Schreibblockaden sind überwunden und der Text wächst.

Manchmal sitzt man vor dem leeren Dokument und weiß nicht, wie man anfangen soll. Diese Woche geht es darum, was dagegen hilft.

Schreib einfach drauflosMit Freewriting schaffst du immer den Anfang.mit Video

Stell einen Timer auf 5 Minuten und schreib ohne Pause, was dir einfällt – auf Papier oder in einem Dokument mit weißer Schrift, damit du nicht korrigierst. Danach markierst du die wichtigen Stellen und fasst sie in einem Satz zusammen. Schon hast du deinen ersten Text.

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Wechsle das MediumStarte auf Papier und wechsle später an den PC – oder umgekehrt.

Am Anfang zählt nur der Inhalt, die Formulierung kommt später. Auch die Diktierfunktion deines Smartphones oder eine E-Mail an Freund:innen, in der du dein Thema einfach erklärst, bringt dich ins Schreiben.

Überarbeiten heißt: immer nur eine Sache auf einmalSchreiben ist ein iterativer Prozess.
  • Lass den Text ruhen, um Betriebsblindheit zu vermeiden.
  • Ein Aspekt pro Durchgang: Sprache, dann Argumentation, dann Form.
  • Markiere zusammengehörige Argumente farbig. Ist der Text zu bunt, stimmt die Reihenfolge nicht.
  • Zu wenig Text? Wichtige Stellen mit Beispielen ausbauen und erklären, was andere Quellen machen und warum.
  • Zu viel Text? Ampelmethode: rot = muss bleiben, gelb = wichtig fürs Verständnis, grün = interessant, aber verzichtbar.

Woche 20 von 24, Bearbeitung

Die Korrektur beginnt

Am Ende der Woche: Der Korrekturprozess läuft – mit genug Zeitpuffer.

Die Abgabe rückt näher. Jetzt schauen wir uns an, wie eine gute Korrektur abläuft – und welche Fehler am häufigsten vorkommen. Plane dafür wirklich genug Zeit ein.

Lies deine Arbeit mit sieben BrillenBei jedem Durchgang achtest du nur auf einen Aspekt.
Inhalt

Lies die Aufgabenstellung erneut: Deckst du wirklich alles ab?

Häufige Fehler

Geh die 16 Fehler unten der Reihe nach durch.

Logik

Ist der rote Faden erkennbar? Stimmt jede Argumentation?

Sprache

Rechtschreibung, Grammatik, zu lange Sätze, unerklärte Abkürzungen? Hilfe: LanguageTool, für Englisch Grammarly.

Format

Einheitliche Schrift, lesbare Abbildungen, korrekte Verzeichnisse, jede Abbildung im Text erwähnt?

Code

Ablaufpläne oder Pseudocode in der Arbeit? Code kommentiert und Dateien sinnvoll benannt?

Abschluss

Mit einem Tag Abstand noch einmal komplett lesen.

Gib deine Arbeit außerdem Freund:innen oder Familie. Wenn sie verstehen, was du gemacht hast, hast du es gut erklärt. Professionelles Feedback zu Sprache und Struktur bekommst du kostenlos im Schreibzentrum; ein bezahltes Lektorat ist eine weitere Option.

Lerne aus den Fehlern andererDie 16 häufigsten Fehler in Studienarbeiten.mit Video
  1. Keine Quellen
  2. Nur deutsche Quellen
  3. Reverse Engineering
  4. Stand der Technik nicht verknüpft
  5. Stand der Technik aus nur einer Perspektive
  6. Kapitel ohne Einleitung oder Schluss
  7. Keine Übersichtsdarstellungen
  8. Darstellungen nicht im Text erwähnt
  9. Verzeichnisse falsch formatiert
  10. „Man“ und Umgangssprache
  11. Falsche Diagramme
  12. Keine Visualisierung der Daten
  13. Nicht nach dem „Warum“ gefragt
  14. Fachfremde Beispiele
  15. Erkenntnisse weggelassen
  16. Das Rad neu erfunden
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Woche 24 von 24, Bearbeitung

Abgabe

Am Ende der Woche: Ab auf die Zielgerade.

Die Abgabe steht kurz bevor. Jetzt gibt es keine großen Änderungen mehr – nur noch die Punkte, die Prüfer:innen beim ersten Durchblättern sofort auffallen. Hake ab, was erledigt ist; dein Fortschritt bleibt in deinem Browser gespeichert.

Format
Text
Sonstiges

0 von 19 Punkten erledigt

Fünf Regeln, mit denen nichts schiefgeht

Die Verteidigung

Es geht nicht darum, dass du dich verteidigst – sondern dass du überzeugst.

Teil 1 von 4

Ziel und Durchführung

Niemand kennt sich in deiner Arbeit so gut aus wie duDie Verteidigung zeigt, dass du dein Thema verstehst, gut erklären kannst und in der Fragerunde Probleme löst.mit Video
  • Aktuelle Präsentationsvorlage des Lehrstuhls verwenden
  • Vortrag auf 20–25 Minuten begrenzen, pro Folie 1–2 Minuten
  • Proben – allein und vor Freund:innen –, aber nicht auswendig lernen
  • Technik am Vortag prüfen, Backup der Präsentation dabeihaben
  • Einen Presenter ausleihen

Und: Niemand aus der Prüfungskommission will dich vorführen. Alle wollen nachvollziehen, womit du dich die letzten Monate beschäftigt hast.

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Teil 2 von 4

Präsentation: Inhalt

Du stehst im Mittelpunkt, nicht deine FolienErzähle eine Geschichte, die auch Fachfremde verstehen.mit Video
Einleitung25 %
Stand der Technik9 %
Methode25 %
Ergebnisse25 %
Zusammenfassung8 %
Ausblick8 %
  • Einleitung: Mit einem packenden Fakt oder Zitat starten, nicht mit der Gliederung. Ziel und Relevanz klar machen.
  • Stand der Technik: Nur die Ausgangsbasis – Details in Backup-Folien.
  • Methode: Datenerhebung, Analyse und Modellbildung nachvollziehbar zeigen.
  • Ergebnisse: Ausgewählte Ergebnisse, Validierung, Vergleich mit dem Stand der Technik, Grenzen.
  • Zusammenfassung und Ausblick: Keine neuen Erkenntnisse mehr, dafür kurz- und langfristige Forschungsideen. Zum Schluss ein Zitat oder Bild.

Fachbegriffe erklären, Beispiele nutzen – und gern bewusst eine Frage offenlassen, auf die du vorbereitet bist.

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Teil 3 von 4

Präsentation: Design

Weniger ist mehr – auch beim FoliendesignDeine Zuhörer:innen können entweder lesen oder zuhören – nicht beides.mit Video
  • Reduzieren: wenige Stichpunkte statt Sätze, höchstens sieben pro Folie
  • Große Grafiken und Prozessdarstellungen
  • Alles muss aus der letzten Reihe lesbar sein, Diagramme mit Achsenbeschriftung
  • Eine große Zahl mit erklärendem Bild wirkt stärker als jede Tabelle
  • Stichpunkte nacheinander einblenden – gute Folien entstehen erst nach mehreren Runden
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Teil 4 von 4

Rhetorik und Fragen

Über dein Publikum entscheidet der erste EindruckSprich frei, mach Pausen, lächle – und geh Fragen strukturiert an.mit Video
  • Auftritt: Frei sprechen, bewusst Pausen setzen, sicher stehen, jede Person mehrmals ansehen. Vor Spiegel oder Freund:innen üben.
  • Frage wiederholen und nachfragen, bis du sie wirklich verstanden hast.
  • Nicht herumdrucksen: Durchatmen. Weißt du es wirklich nicht, sag das klar.
  • Laut denken: Zeig, wie du das Problem angehen würdest – Problemlösen zählt mehr als auswendig gelerntes Wissen.
  • Erst allgemein, dann ins Detail: Lass die fragende Person bestimmen, wie tief es geht.
  • Formeln herleiten beeindruckt mehr als sie aufzusagen.
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Notfall: Was, wenn …

Im echten Leben läuft nicht immer alles rund – bei einer Abschlussarbeit auch nicht. Das ist normal und kein Grund zur Panik. Am wichtigsten ist schnelle, offene und ehrliche Kommunikation mit deinem/r Betreuer:in.

Ich finde keine LiteraturGute Literatur versteckt sich manchmal.mit Video

Prüft gemeinsam die Keywords, sucht in benachbarten Themengebieten oder lass dich kostenlos von deiner Bibliothek beraten.

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Meine Ergebnisse sind schlechtAuch schlechte Ergebnisse sind oft eine wichtige Erkenntnis.mit Video

Prüfe Parameter und Daten noch einmal und lass jemand Externes draufschauen. Und: Neue Methode und super Ergebnisse gleichzeitig ist selten realistisch.

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Ich habe private Probleme oder mich verplantSag es deinem/r Betreuer:in sofort – offen und ehrlich.mit Video

Nur gemeinsam könnt ihr eine Lösung finden, und in den meisten Fällen gibt es Verständnis. Bei Fristverlängerungen hilft dir auch das Prüfungsamt; bei persönlichen Krisen die psychosoziale Beratung deines Studentenwerks.

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